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Hohe Ehrung für Manuela Tiefenbacher-Schauer
Manche Menschen finden zur Musik. Bei Manuela Tiefenbacher-Schauer scheint es vielmehr, als hätte die Musik schon früh den Weg zu ihr gefunden. Seit ihrer Kindheit prägt sie ihr Leben und wurde zur treibenden Kraft ihres Wirkens als Chorleiterin, Musikerin und Pädagogin. Nun wurde dieses jahrzehntelange Engagement mit einer besonderen Ehrung gewürdigt. 

Landeschorleiterin Simone Zöhrer-Varrone (2.v.r.) überreichte die Auszeichnungen an Manuela Tiefenbacher-Schauer und Sänger-Urgestein Martin ¬Raggl. Foto: Herbert Tiefenbacher
Am 4. Juni erhielt sie im Rahmen des Ehrentages der Vereine und der Gemeinde Prutz das „Oswald von Wolkenstein-Ehrenzeichen in Silber“ des Chorverbandes Tirol. Die Ehrung wurde von Landeschorleiterin Simone Zöhrer-Varrone persönlich überreicht. Sie zählt zu den höchsten Auszeichnungen des Tiroler Chorwesens und wurde im Vorjahr landesweit lediglich viermal vergeben. Gewürdigt wird damit ein Engagement weit über die Grenzen des eigenen Chores hinaus.

AUSBILDUNG. Die Wurzeln dieses Wirkens liegen in einer früh erkannten und geförderten Begabung. Mit dem Gitarrenunterricht begann ein Weg, auf dem sich Talent, Leidenschaft und Weiterbildung zu einer bemerkenswerten Laufbahn verbanden. Nach ihrer Ausbildung zur Volksschullehrerin absolvierte Tiefenbacher-Schauer das Lehramt für Elementare Musikerziehung am Konservatorium sowie den Lehrgang für Jazz- und Popularmusik mit Schwerpunkt E-Bass. Chorleiterkurse und Fortbildungen ergänzten ihre Ausbildung. Zusätzliche Impulse erhielt sie beim internationalen Festival Europa Cantat in Linz, wo sie intensiv in die Welt des Gospels eintauchte.

BRUDER. Ein wichtiger Wegbegleiter ist ihr Bruder Michael Tiefenbacher (tätig an der Bruckneruniversität Linz). Der fachliche Austausch eröffnet ihr immer wieder neue Perspektiven; zudem wirkt er regelmäßig bei Konzerten und Aufführungen mit und bereichert zahlreiche Projekte mit seiner musikalischen Expertise.

PÄDAGOGISCHES WIRKEN. Die Begeisterung junger Menschen für Musik zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Wirken. An den Volksschulen Nufels, Tobadill und Landeck-Angedair initiierte sie zahlreiche Projekte mit professionellen Musikern. Besonders in Erinnerung blieben das Euromusical der Volksschule Tobadill gemeinsam mit den vier Musikspielgruppen der Lebenshilfe Landeck sowie das von Tiefenbacher-Schauer für ihre Mehrstufenklasse geschriebene Musical „Wege ins Glück“. Die Musikspielgruppen leitete sie über viele Jahre und schuf damit Räume für musikalische Erlebnisse, Inklusion und gelebte kulturelle Teilhabe. An der Landesmusikschule Landeck etablierte sie das Fach „Elementare Musikerziehung“; heute unterrichtet sie dort E-Bass. Zudem organisierte sie eine Talenteshow mit Workshop für junge Gesangstalente, bei der Veronika Schick (Schick Sis¬ters) als Referentin und Konzertbegleiterin mitwirkte.

CHORARBEIT. Auch als Chorsängerin und Chorleiterin hinterließ Tiefenbacher-Schauer prägende Spuren. Sie war stellvertretende Chorleiterin der Chorgemeinschaft Sängerbund Landeck und sang im Kammerchor des Tiroler Landeskonservatoriums Innsbruck. Seit 1995 leitet sie die Prutzer Sängerrunde und zählt damit zu den wenigen Frauen in Tirol, die einem Männerchor vorstehen. Für ihr mehr als 30-jähriges Wirken wurde sie bereits im Vorjahr ausgezeichnet. Mit ihrer Arbeit prägt sie den Chor bis heute durch Freude am Singen, Offenheit für Neues und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

MUSIK, DIE VERBINDET. Wo immer Manuela Tiefenbacher-Schauer wirkt, wird Musik nicht nur hörbar, sondern erlebbar – als Ausdruck von Gemeinschaft, Kreativität und gelebter Menschlichkeit. Eine weitere Ehrung erhielt Martin Raggl von der Prutzer Sängerrunde: Für seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen mit Kranz verliehen. 
Text: Oberländer Rundschau

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